DiCentral hat in Partnerschaft mit der Lehigh University eine Studie durchgeführt, in der die transformativen Supply-Chain-Herausforderungen untersucht werden, die für Einzelhändler und Hersteller in der neuen Realität des Online-Handels bestehen.

Ismaning, 26. Juni 2019 – DiCentral, ein führender Anbieter von Managed Services für B2Bi, hat gerade zusammen mit dem Center for Supply Chain Research (CSCRL) der Lehigh University eine Studie veröffentlicht, die erstmals zusammenfasst, welche Folgen die Veränderungen im Kaufverhalten der Verbraucher für Einzelhändler und Hersteller haben. Unter dem Titel „Kooperation von Händlern und Lieferanten in transformativen Branchen: Auswirkungen von Omnichannel-Vertrieb und Streckenhandel (Dropshipping)“ werden neben den Beweggründen und Herausforderungen auch der Nutzen und die Implikationen untersucht, die Online-Handel und Hauszustellung für die Supply Chain haben – und zwar aus der Perspektive von über 180 leitenden Führungskräften (C-Level), Vice Presidents und Senior Managern im Einzelhandel und der Konsumgüterherstellung.

Die Teilnehmer der Studie haben über die betrieblichen und finanziellen Implikationen berichtet, die mit einer Umstellung vom Ladengeschäft auf den Online-Verkauf verbunden sind, insbesondere in Bezug auf Hauszustellung und Auftragsabwicklungsmodelle, in denen Produkte direkt vom Hersteller versandt werden und der Einzelhändler keinen physischen Bestand mehr führt. Die Studie zeigt auch, welche Anstrengungen unternommen werden, um mit dem Tempo der Veränderung mitzuhalten, welche technologischen Investitionen dafür notwendig und welche Vorteile und Risiken mit der Realität des neuen Online-Handels verbunden sind.

„Das Modell des Streckenhandels ist eine lebendige Komponente der modernen Einzelhandelslandschaft“, sagte Dr. Zach G. Zacharia, Associate Professor für Supply Chain Management an der Lehigh University. „Die Mehrheit der Studienteilnehmer hatte mindestens fünf Jahre Erfahrung mit dem Übergang von der traditionellen Belieferung der Ladengeschäfte zum Streckengeschäft. Je weiter sie auf dem Weg einer Kooperation zwischen Einzelhändler und Hersteller vorangekommen waren, umso erfolgreicher waren beide Parteien in den meisten Fällen. Je besser wir verstehen, wie der Streckenhandel funktioniert, umso besser werden Einzelhändler und Hersteller darauf vorbereitet sein, die Möglichkeiten zu nutzen und die Risiken zu vermeiden, die in dieser neuen Einzelhandelsrealität aufkommen werden.“

Die Studie deutet darauf hin, dass die Einzelhändler und Hersteller, die auf elektronischem Weg sehr eng zusammenarbeiten, am meisten vom Streckenhandel profitieren. Die Einzelhändler erhalten mehr Einblick in das Verhalten der Hersteller und vertrauen deshalb stärker darauf, dass Bestellungen angenommen und die Produkte im versprochenen Zeitrahmen verschickt werden. Zu den Hindernissen auf dem Weg zu diesem Ziel gehörten (neben anderen Faktoren) eine mangelnde Beteiligung der Führungsebene und Budgetrestriktionen. Einzelhändler wiesen in großer Mehrheit auf mangelnde Systemintegration (EDI, ERP, LVS etc.) als größte Hürde für eine Implementierung des Streckenhandels hin. Bei den Herstellern waren die konkurrierenden Prioritäten das größte Hindernis, gefolgt von mangelnder Systemintegration.

Hersteller haben zwar viele Ziele mit Einzelhändlern gemein, stehen aber zusätzlich unter dem Druck, Volumenwachstum unterstützen und Bestellungen in termingerechter und präziser Weise abwickeln zu müssen. Trotzdem gaben 66 Prozent der Teilnehmer unter den Herstellern an, dass die Implementierung des Streckenhandels bereits zu einem Umsatzanstieg geführt hat, insbesondere diejenigen, bei denen der Streckenhandel nicht mehr als 40 Prozent ihres Gesamtgeschäfts ausmacht.

Sowohl für Einzelhändler als auch für Hersteller gibt es mehrere wichtige Herausforderungen, um den Verbrauchererwartungen weiter zu entsprechen. Obwohl die Studie klar zeigt, dass erfolgreicher E-Commerce und Streckenhandel stark davon abhängen, wie gut die Kooperation und die technologische Integration zwischen dem Hersteller und dem Einzelhändler gelingen, zögern 46 Prozent der Einzelhändler, Umsatzprognosen für den E-Commerce mit Herstellern auszutauschen oder sind nicht in der Lage dazu.

„Den Streckenhandel der Unternehmen gibt es schon seit Jahrzehnten. Er ist aber in letzter Zeit aufgrund der zunehmenden Erwartungen der Verbraucher an ein breiteres Sortiment und eine größere Auswahl von Kategorien beliebter geworden“, sagte Thuy Mai, Präsident und CEO von DiCentral. „Um die Kundenerfahrung zu verbessern und den Umsatz zu steigern, erweitern die Einzelhändler ihre virtuellen Bestände, ohne zusätzliche Kosten für Lagerhaltung und Auftragsabwicklung tragen zu müssen, indem sie Streckenhandelsprogramme nutzen. Mit den Ergebnissen der Studie erhalten die Entscheidungsträger der Supply Chain Branchenvergleiche, anhand derer die Herausforderungen und prognostizierten Trends, die es in der Omnichannel-Welt gibt, besser nachvollzogen werden können.“

Unter diesem Link steht die Studie zum Download bereit.

Über das College of Business and Economics an der Lehigh University

Das College of Business and Economics an der Lehigh University ist von der Association to Advance Collegiate Schools of Business akkreditiert. Eine Akkreditierung durch die AACSB International ist ein Gütesiegel für hervorragende Wirtschaftsstudiengänge. Die Lehigh University liegt eine Stunde von Philadelphia und eineinhalb Stunden von New York City entfernt. Weitere Informationen über das Zentrum für Supply-Chain-Forschung an der Lehigh University finden Sie unter diesem Link.

Andrea Burkhard-Muth

Verfasst von Andrea Burkhard-Muth