Wie gewinnt man einen Marathon? Sie können zwar anfangen, jeden Tag zu laufen. Ohne einen Plan werden Sie jedoch vermutlich niemals ein Rennen zu Ende laufen, geschweige denn, eines gewinnen. Sie müssen die Zeiten kennen, die es zu schlagen gilt. Sie müssen Ihre Schwächen identifizieren und sich Ziele setzen, um Ihre Leistung zu steigern.

Als Lieferant in einem zunehmend komplexen digitalen Rennen, kann Ihnen das Benchmarking Ihrer Lieferkette Einsichten liefern, die Sie brauchen, um zu gewinnen. Benchmarking hilft Ihnen dabei, die bestmögliche Performance zu identifizieren, die es anzustreben gilt. Sie können dies entweder tun, um bereits eingeführte bewährte Vorgehensweisen entsprechend zu überprüfen, oder um die Position zu ermitteln, die Ihre Firma innerhalb der Branche einnimmt. Davon ausgehend können Sie Ihr Gesamtziel und einzelne Etappenziele definieren. Außerdem gewinnen Sie so eine Vorstellung davon, wie lange es dauern sollte, bis Sie diese Ziele erreicht haben.

„Die Lernfähigkeit eines Unternehmens und das rasche Umsetzen des Erlernten in die Praxis, bilden den ultimativen Wettbewerbsvorteil.“ – Jack Welch

Lieferketten-Messgrößen für das Benchmarking

Mit dem Vergleichen von Messgrößen spüren Sie aktuelle Leistungsschwächen auf, auch im Vergleich zu Partnerorganisationen. Sie können auch den Fortschritt im Zeitverlauf nachverfolgen. Darauf aufbauend können Sie einen Aktionsplan zur Prozessverbesserung entwerfen. Hier einige Beispiele zu auf Lieferketten anwendbaren Messgrößen:

  • Kosten pro Auftrag (Cost per Order, CPO): Der bis zur Auftragserfüllung aufgewendete Betrag. Diese Kennzahl bezieht sich auf die in der Kalkulation enthaltenen Betriebsausgaben. (Arbeits-, Werbungs-, Betriebsmittel-, Versand-, Verpackungskosten etc.)
  • Fehlerquote bei Bestellungen: Das Verhältnis der fehlerhaft verarbeiteten Bestellungen zur Gesamtzahl der Bestellungen. Die Fehlerraten können in verschiedenen Stadien der Auftragsabwicklung (Kommissionierung, Konfektionierung, versendete Aufträge etc.) beurteilt werden.
  • Prozentanteil der pünktlich ausgelieferten Bestellungen: Eine Kennzahl zur Lieferperformance, welche die vor oder zum Versanddatum ausgeführten Lieferungen mit der Gesamtzahl der versandten Lieferungen vergleicht.
  • Rückbuchungen (Chargebacks): Einer der besten Indikatoren für eine fehlerhafte Lieferkette sind die Rückbuchungen, die aufgrund von Bestellfehlern oder falschen bzw. fehlenden EDI-Informationen zustande kommen.

Lieferketten-Messgrößen durch EDI-Integration in das ERP- oder Back-Office System verbessern

Sobald die Schwachstellen in der Lieferkette gefunden sind, sollte ein Plan zur Risikoverminderung erstellt werden. Wird von Unternehmen erwartet, dass sie komplexe, arbeitsintensive Aufgaben ausführen, geht damit oft eine erhöhte Fehleranzahl in Bezug auf die Lieferkette bzw. die Bestellabwicklung einher. Angesichts des steigenden Bedarfs kann eine stärkere Automatisierung dazu beitragen, die Kennzahlen zu verbessern, die mit der Lieferkette – und hier speziell mit dem elektronischen Datenaustausch – zusammenhängen.

Obwohl EDI einheitliche Kommunikationsstandards unterstützt, bieten nicht alle EDI-Lösungen auch einen Wettbewerbsvorteil. Solche Lösungen stellen zwar gegenüber Fax, E-Mail, Telefon oder der Papierdokumentation eine Verbesserung dar, sind aber nicht ideal, falls sie den Benutzer zwingen, Informationen manuell einzugeben, um den elektronischen Datenaustausch anzustoßen oder zu beenden. Um die Lücke im Automatisierungsprozess der Lieferkette zu schließen, integrieren viele Organisationen EDI-Daten direkt in ihr ERP, Buchhaltungs- oder Businesssystem. In einem solchen Fall haben sich Lieferanten nicht (nur) für eine EDI-Integration entschieden, um die strikten Vorgaben eines Händlers zu erfüllen, sondern beseitigen damit z. B. eigene Schwächen in der Lieferkette, die das Wachstum hemmen und die Kosten erhöhen.

Organisationen, die den elektronischen Datenaustausch in ihr ERP-, Buchführungs- oder Geschäftssystem integriert haben, generieren 20 % mehr Umsatz, als solche, die das nicht getan haben. Quelle

Nach der Integration des elektronischen Datenaustauschs in Ihr ERP- bzw. Buchführungssystem können Sie verifizierte, konforme Informationen an Ihre Handelspartner übergeben, ganz ohne die Arbeitskosten, die entstehen würden, falls Sie die Transaktionen von Handelspartnern manuell eingeben müssten. Sobald Ihre aus- und eingehenden EDI-Dokumente und Versandbedingungen zugeordnet, getestet und erfolgreich automatisiert sind, sinken die Arbeitskosten und Fehlerraten und die Lieferungen gehen pünktlich raus.

Die EDI-Integration optimieren

Die Integration wird zwar die Notwendigkeit für manuelle Einträge großenteils reduzieren, weil der Dokumentenfluss vom und zum Handelspartner dann automatisiert abläuft, trotzdem wird es immer Ausnahmen geben. Dies trifft besonders dann zu, wenn ein Unternehmen weitere Handelspartner hinzunimmt, von denen jeder sein eigenes Regelwerk, den elektronischen Datenaustausch und die Auftragsabwicklung betreffend, mitbringt.

Sie treiben möglicherweise mit Partnern Handel, die verlangen, dass die Versandvorabmitteilung vor der Rechnung eintrifft? Falls die Rechnung dann versehentlich zuerst eintrifft, könnte dies einen Regelverstoß darstellen, der eine Rückbuchung zur Folge hat. Allerdings gibt es Tools, die künstliche Intelligenz (KI) nutzen, um derartige Ausnahmen sichtbar zu machen, sodass Sie von drohenden Regelverstößen in Kenntnis gesetzt werden, bevor diese auftreten. Ausnahmefälle werden dann „unter Quarantäne gestellt“, bevor sie an den Handelspartner übertragen werden oder Ihr internes ERP- oder Back-Office-System stören können.

Eine funktionierende Lieferkette aufbauen

In der heutigen Wettbewerbssituation ist eine Benchmarking-Strategie unverzichtbar, um Geschäftswachstum erzielen zu können. Da eine EDI-Integration Ihre Lieferkette vereinfacht, können Sie Verbesserungen nachverfolgen und so die Ziele erreichen, die Sie während des Benchmarking-Prozesses gesetzt haben.

Falls Sie mehr dazu erfahren wollen, wie eine EDI-Integration auch Ihre Lieferkette dramatisch verbessern und skalierbares Wachstum induzieren kann, besuchen Sie unser unten genannten On-Demand Webinar. Hierin analysieren wir den Integrationsprozess von Anfang bis Ende und beantworten gängige Fragen zum Zeithorizont und zu Erwartungen.

Webinar invitation covering what to expect with edi integration

Michele Redmon

Verfasst von Michele Redmon